Eine Nation steht Kopf: Der spanische Tennissport ist in heller Aufruhr! Ein franzöischer TV-Sender strahlte erstmalig einen Spot aus, der die jüngsten Doping-Affären des Radprofis Alberto Contador in Spanien auf satirische Art und Weise kritisiert. Auch Tennisprofi Rafael Nadal spielt im Spot eine nicht unbedeutende Rolle.
Mit diesem TV-Spot lässt die französiche Fernsehanstalt “Canal+” die Tenniswelt kopfstehen: Tennisprofi Rafael Nadal, der Ende Januar im Finale der Australian Open gegen den Serben Novak Djokovic verlor, muss sich schweren Vorwürfen stellen. Der TV-Spot zeigt eine Puppe, die unverkennbar den spanischen Tennisprofi Nadal darstellen soll, beim Pinkeln in den Tank ihres Geländewagens. Das zuvor noch träge daher schleichende Kraftfahrzeug, schießt nun plötzlich raketenschnell davon. Die Puppenversion Nadals ist sogar so schnell unterwegs, dass sie schließlich von der Streifenpolizei gestoppt wird. Der Spot endet mit den Worten: “Spanische Athleten. Sie gewinnen nicht durch Zufall.” zusätzlich wird das Logo der RFET (Real Federación Española de Tenis) und einiger weiterer spanischer Sportverbände eingeblendet.
Politik schaltet sich ein
Die Welle der Empörung, die zuvor schon Sportverbände, Fans von Rafael Nadal und Anhänger des Tennissports überrollt hatte, erreicht nun sogar die spanische Regierung. Der spanische Außenminister Jose Manuel Garcia-Margallo protestierte in förmlicher Art und Weise gegen die Satire, die der Show “Les Guignols” entstammt. Umso überraschender dann die Reaktion des spanischen Bildungs- und Sportministers José Ignacio Wert. Dieser räumte ein, dass sein Land tatsächlich ein Dopingproblem habe.
Nadal will Wogen glätten
Nadal selbst äußerte sich im Interview mit TV-Sender Antena 3 wie folgt: “Wir haben dem Spot mehr Aufmerksamkeit geschenkt, als nötig war. In Frankreich überreagieren sie ein bisschen, wenn es um Doping geht.” Es scheint, als versuche der 25 Jahre alte Mallorquiner mit seiner Aussage der Sache den Wind aus den Segeln zu nehmen. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten – das letzte Wort ist hier aber mit Sicherheit noch nicht gesprochen.






